Content Design - was ist das?

Sidenstein Medien beschäftigt seit März 2018 Julian Zschocke als Content Designer. Ein Berufsprofil.

Wie bekommen Sie am liebsten Ihre Inhalte präsentiert? Als Text? Video? Fotoserie? Die Möglichkeiten Inhalt aufzubereiten sind heute vielfältiger den je. Und hier kommt das relativ junge Berufsbild des Content Designers ins Spiel.

Die erste Aufgabe eines Content Designers ist es ein funktionierendes Wie zum jeweiligen Was zu finden. Dabei gilt es den Kontext zu beachten, das heißt vor allem zu klären wer die Zielgruppe ist und wie diese am besten erreicht und angesprochen wird. Klingt abstrakt?

Sagen wir Sie haben 50 neue Kennzahlen die jeder in Ihrem Unternehmen kennen soll. Eine E-Mail mit den Codes zu schicken und den Mitarbeitern zu schreiben: „Bitte lernen Sie diese Codes. Alle Mitarbeiter müssen sie können.“, transportiert zwar das Was, doch wird das Wie vermutlich nicht funktionieren. Um erfolgreiches Content Design anzuwenden würde man zuallererst den User-Need definieren. In unserem Beispiel muss der User 50 Kennzahlen verinnerlichen. Eine umfangreiche Fleißarbeit, die zwar essentiell ist, aber vermutlich wenig intrinsische Motivation beim User generieren wird. Das Content-Design muss also im besten Fall anspornen, die Kennzahlen zu erlernen. Nun wird noch festgestellt, ob alle User-Zugang zu allen Kanälen haben, um zu entscheiden, ob eine digitale Maßnahme reicht oder ob zum Beispiel auch physische Ableger produziert werden sollten. Bevor nun die passende Gestalt für den Inhalt festgelegt werden kann wird die Zielgruppe analysiert. Wie ticken die User? Dabei können einfachere Merkmale wie Alter, Geschlecht und Status eine Rolle spielen, aber auch komplexere wie Nutzerverhalten, Digitalaffinität und persönliche Vorlieben. Auf Basis dieser Ergebnisse wird entschieden, welches Format die Botschaft annehmen soll.

Für das Beispiel stellten wir fest, dass die Mitarbeiter im Unternehmen alle Zugang zu einem Smartphone mit iOS oder Android Betriebssystem besitzen. Außerdem war die Zielgruppe jung und digital sehr fit. Deshalb ergab sich die Formats-Empfehlung einer App, welche in mehreren kleinen Intervallen täglich Kennzahlen einführt und abfragt. Der Content Designer versammelt nun ein Projektteam aus App-Entwicklern, Designern und einem Kennzahlen-Experten und begibt sich in die Entwicklungsphase oder Content-Creation. Innerhalb dieser wird der Inhalt erstellt, designed, getestet, evaluiert, ausgebaut, optimiert und wieder getestet. Das passiert so oft bis das Team mit dem Ergebnis zufrieden ist und das Format schließlich im Roll-Out veröffentlicht werden kann. Die fertige App aus dem Beispiel wird allen Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Sie können ihren Fortschritt selbst nachverfolgen und lernen sukzessive die neuen Kennzahlen auswendig. Die App belohnt mit kleinen Badges und Scores. Ein anonymisierter Highscore innerhalb des Unternehmens wird auch angezeigt. Die letzte Aufgabe des Content-Designers ist es dann die Nutzung auszuwerten: Sie zu tracken, zu dokumentieren und gegebenenfalls weiter anzupassen.

Content Design erfordert ein enormes technisches Know-How. Der Content Designer sollte in der Lage sein viele verschiedene analytische Bausteine sowohl in der Erstphase als auch zum Projektende hin auszuwerten. Außerdem muss er einen Überblick über alle Formate und Formen der Kommunikation behalten und immer up-to-date sein. Auch interpersonell erfordert Content Design Fingerspitzengefühl und emotionale Kompetenz. Nicht zuletzt sind es oft sensible Themen die kommuniziert werden müssen.

Der Prozess des Content-Design in der Schnellübersicht:
1. User-Need identifizieren
2. User-Analyse (Zugang zu Kommunikationskanälen, Zielgruppenanalyse)
3. Formats-Entscheidung
4. Content-Creation (Formats-Erstellung, Testphase, Roll-Out)
5. Nutzungsauswertung

Content Design ist mehr als nur ein hübsches Kleid für Informationen. Es ist das Fundament einer guten Kommunikationsstrategie. Dabei spielt der Kontext eine maßgebliche Rolle: „Wie kommuniziere ich meine Inhalte und wen will ich ansprechen?“ sind die maßgeblichen Fragen des Content Designs.

Bei Sidenstein Medien übernimmt Julian Zschocke diese Aufgaben. Wenn Sie also Fragen haben kontaktieren Sie ihn doch direkt. Natürlich helfen wir Ihnen auch gerne bei anderen Anliegen weiter. Melden Sie sich jederzeit bei uns. Wir beraten Sie intensiv, persönlich und unverbindlich.