Hollywood: Geld schläft nicht!

Rund zwei Stunden Spannung, Unterhaltung oder coole Effekte – die Kinokassen klingeln. Doch bis wir uns gemütlich berieseln lassen können, muss einiges investiert werden. Wie viel genau, darüber informiert Sie Sidenstein Medien.

Der dritte Teil der „Fluch der Karibik“-Saga wurde 2007 produziert und gilt mit einem Budget von 341 Millionen US-Dollar als der teuerste Film aller Zeiten. Doch auch ältere Produktionen ließen sich einiges kosten: Bereits 1963 wurde die Biographie „Kleopatra. Ihr Leben und ihre Zeit“ für  339 Millionen US-Dollar verfilmt und auch die Produktion des Klassikers über den Untergang der „Titanic“ aus dem Jahr 1997 hatte mit 294 Millionen US-Dollar einen beachtlichen Preis. Sogar vermeintliche Kinderfilme stehen großen Blockbustern kostentechnisch in nichts nach. Somit reiht sich auch der Computeranimationsfilm „Rapunzel – Neu verföhnt“ mit einem Budget von 281 Millionen US-Dollar in den Top-5 der teuersten Filmproduktionen aller Zeiten ein.

Doch wie kommen solche Summen zustande? Welche Kosten verbergen sich neben Millionengagen für international bekannte Hollywood-Schauspieler hinter diesen Zahlen? Somit verdient Johnny Depp bei den Fluch der Karibik-Verfilmungen durchschnittlich 60 Millionen Dollar pro Film, der vierte Teil brachte ihm sogar rund 100 Millionen Dollar ein. Nicht nur Top-Darsteller haben ein hohes Gehalt, auch bekannte Produzenten, Regisseure und Drehbuchautoren verdienen pro Film bis zu mehrere Millionen Dollar.  Hinzu kommen die generellen Produktionskosten für Filmsets, Kostüme, Drehorte, Hotels und Transporte sowie Ausgaben für digitale Filmbearbeitung, die sich im zweistelligen Millionenbereich ansiedeln.

Besonders teuer wird eine Filmproduktion, wenn beispielsweise ein Roman oder ein Theaterstück verfilmt werden soll und die Produzenten zunächst die Filmrechte für das betreffende Werk erwerben müssen. Ein weiterer Kostenpunkt ist die Filmmusik. Auch bekannte Filmkomponisten erhalten hohe Gagen und Titelmusik von namhaften Künstlern sorgt für zusätzliche Kosten, wodurch die musikalische Untermalung des Films bei bedeutenden Produktionen bis zu acht Prozent des Gesamtbudgets ausmacht.

Doch damit nicht genug. Über das Gesamtbudget hinaus haben Produktionsfirmen zudem immer mehr Kosten für die Vermarktung der Hollywood-Filme. Große Filmstudios wie Disney, Warner oder Universal verzeichnen stetig wachsende Ausgaben im Bereich  Vertrieb und Vermarktung, was vor allem auf immer teurere Fernsehwerbung zurück zu führen sei. Produktionsfirmen geben allein in der Woche vor der Premiere für TV-Spots bis zu 25 Millionen Dollar aus.

 

Soviel zu den planbaren Kosten. Was im Vorhinein nicht einberechnet wird, sind Unfälle, Unwetter, zu lange (Vor-)Produktionen oder andere Einflüsse, die den Finanzplan durchkreuzen und das Budget sprengen. Somit waren beispielsweise für den dritten Teil der „Fluch der Karibik“-Saga lediglich 300 Millionen Dollar angesetzt, was letztendlich um ca. 13% überschritten wurde.

 

Und auf einmal kommen einem die gigantischen Summen, die sich hinter den Hollywood-Klassikern verbergen, ein bisschen plausibler vor. Wenn Sie noch weitere Fragen zu professioneller Filmproduktion und den damit verbundenen Hintergründen und Kosten haben, kontaktieren Sie uns gerne.