Filmformate

Auf Ihrem großen modernen Fernseher läuft eine alte Folge Ihrer Lieblingsserie und es erscheinen links und rechts am Bildschirmrand große schwarze Streifen? Oder ein toller Kinofilm wird im Fernsehen gezeigt, aber der Rand oben und unten wird durch Schwarzfläche begrenzt?

Das liegt an den verschiedenen Formaten in denen die Filme oder Serien gedreht wurden und natürlich am Format Ihres Fernsehers. Dabei spielen auch die Pixelzahlen und somit die Begriffe SD, HD und 4K eine Rolle. In diesem Artikel möchten wir Ihnen erklären, was es damit auf sich hat (positiver Nebeneffekt: Wir rüsten Sie dabei auch für den Kauf Ihres nächsten Fernsehers).

Früher wurden Fernsehproduktionen im Format 4:3 und in der Auflösung SD (Standard Definition) gedreht. SD gilt heute als Sammelbegriff für alle Auflösungen, die unter HD (High Definition) liegen. In Bildpunkten gesprochen bedeutet das: SD < 1280x720 Pixel.

Das Seitenverhältnis von HD liegt immer bei 16:9. Allerdings ist HD nicht gleich HD, denn es gibt zwei unterschiedliche Auflösungen die unter dem Begriff HD laufen: Der professionelle Standard ist das sogenannte Full-HD mit 1920x1080 Pixeln, im Gegensatz dazu steht das kleinere HDV Format (besser bekannt als HD-ready) mit 1280x720 Pixeln.

Moderne Kinofilme werden in 4K (4096 × 2160 Pixel), auch bekannt als Ultra-HD, produziert und üblicherweise auf einer Leinwand mit dem Format 21:9 wiedergegeben. Mittlerweile gibt es auch Fernseher in diesem Format; da aber das übliche TV-Programm in 16:9 produziert wird lohnt sich diese Anschaffung wohl nur für echte Filmfans.

Damit Sie sich einen bildlichen Eindruck der verschiedenen Formate machen können hat unsere Redaktion die Grafik zu diesem Text entwickelt, die die Unterschiede visualisiert.

Hat man einen Film produzieren lassen und will diesen auch im Internet publizieren, gilt es das richtige Format zu wählen. Lassen Sie sich hier eingängig beraten, denn einfach die höchstmögliche Auflösung ins Internet zu stellen führt oft zu unangenehm langen Lade-/Bufferzeiten und schreckt potentielle Interessenten eher ab.

Oft werden wir auch gefragt, ob sich alte SD-Aufnahmen mit neuem HD-Material kombinieren lassen. Technisch ist das zwar möglich, allerdings ist in den meisten Fällen davon abzuraten. Wenn alte Aufnahmen dennoch mit neuen 16:9-Aufnahmen kombiniert werden sollen, dann gibt es verschieden Möglichkeiten, das 4:3-Material ohne Qualitätsverlust im Gesamtfilm zu integrieren, beispielsweise als Bild-im-Bild. Bei dieser Methode wird das formell andere Material offensiv und eigenständig in Szene gesetzt. Die Gestaltung eines passenden Rahmens für ihr 4:3-Bild kann den visuellen Eindruck zusätzlich verstärken.

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